Wir „ Hubertus-Schützen“  über uns

Einigen befreundeten Bewohnern der Werler Strasse im Norden Mendens ist es zu verdanken, dass die Idee eines gemütlichen Beisammenseins umgesetzt wurde, eine Vereinigung unter dem Namen „Nachbarschaft Werler Strasse“ zu gründen.
Diese Gründung 1949, also kurze Zeit nach Kriegsende, ergab eine derart gute Resonanz, dass sehr schnell daraus eine Schützenvereinigung entstand, die 1951 unter dem Namen Schützenbruderschaft St. Hubertus Menden- Nord beim Zentralverband der Deutschen historischen Schützenbruderschaften eingetragen wurde.

Hubertus Menden hat viele Höhepunkte im Laufe der Jahre erlebt. So waren wir zweimal Ausrichter des Bundesköniginnentag mit je über 20 000 Schützen. Durch unseren unermüdlichen Fleiß und Veranstaltungsgeschick, wie Irischer Folkabende, Oktoberfeste , Karnevalsveranstaltungen u.v.m., sind wir eine feste Größe in der kulturellen Landschaft  Mendens.

Seit dieser Zeit ist der Werdegang der Bruderschaft von Jahr zu Jahr so erfolgreich verlaufen, dass sie unter den mendener Bürgerinnen und Bürgern ihren festen Platz hat und nicht mehr wegzudenken ist.

Entsprechend den positiven Abläufen innerhalb der Bruderschaft ist auch die Mitgliederzahl von über 600 aktiven und passiven Schützen.
Der geschäftsführende Vorstand leitet mit Hilfe des Beirates die Geschicke der Bruderschaft, so dass wirtschaftlich und finanziell eine überaus gute Basis einer erfolgreichen Bruderschaftsführung gewährleistet ist.

Das Offiziercorps besteht z.Zt. aus 80 Offizieren, die sich in 3 Kompanien aufteilen und aktiv das Bruderschaftsleben mit gestalten.
Ein überaus Hochqualifizierter Spielmannszug aus 25 Musikern begleitet die Bruderschaft auf vielen Veranstaltungen und ist fester Bestandteil der musikalischen Unterhaltung im Ablauf aller Festlichkeiten.

Unsere Schießabteilung, mit eigenem Luftgewehrstand für sechs Schützen, besteht aus Damen und Herrenmannschaften für Luftgewehr, Kleinkaliber und Pistole. Sie nutzen die guten Trainingsmöglichkeiten, was durch viele Cup-Gewinne und erste Plätze in allen Ebenen belegt ist.
Selbstverständlich besteht bei uns auch eine Jungschützenabteilung, die in sehr aktiver Weise dafür Sorge trägt, dass der Nachwuchs Spaß und Freude am Schützenwesen findet und somit Grundlage für den Fortbestand der Bruderschaft bildet.

An jedem dritten Wochenende im Juli eines Jahres feiern wir unser traditionelles Schützenfest. Dieses beginnt mit dem Antreten am Samstag zum Schützenhochamt und endet am Montag nach dem Vogelschießen mit einem zünftigen sauerländer Schützenball. Der Höhepunkt ist allerdings der feierliche Festzug am Sonntagnachmittag vom Rathausplatz durch unsere schöne Stadt Menden bis zu unserer Schützenhalle.

Wir können heute auf eine eigene wunderschöne Schützenhalle schauen, die 1982 erbaut wurde, nachdem ein Provisorium 1981 den Flammen zum Opfer gefallen war.
2003 wurde sie erweitert, so dass heute eine Gesamtfläche von mehr als 1100m² genutzt werden kann. Die Bauabschnitte wurden beide in brüderlicher Hilfe von den Residenzschützen aus Schloss Neuhaus mit realisiert. Diese, in einem idyllischen Waldstück, aber doch zentral gelegene Schützenhalle hat sich zwischenzeitlich als Kommunikationszentrum für alle Mitglieder, und auswärtigen Freunde einen Namen gemacht und eine gehobene Ausstattung  bietet vielen Interessenten ein gemütliches Ambiente für Familienfeiern aller Art.

Jedoch verzeichnete die Bruderschaft auch schwere Prüfungen. 1981 wurde durch Brandstiftung unsere Schützenhalle vernichtet und uns die Grundlage erfolgreicher Vereinsarbeit entzogen. Am Rande des Abgrundes stand St. Hubertus am 19.07.2009. Dieser Tag steht für uns, für Menden und für alle Schützen als entsetzlicher Unglückstag in der Zeitgeschichte. Ein älterer Mann fährt ohne Grund in das Ende unseres Festzuges anlässlich des 60 jährigem Bestehen. Er tötet 3 Schützenbrüder und verletzt über 50 Schützen und Zuschauer zum teil schwer. Der Schock sitzt Tief und hinterlässt eine große Wunde.

Obwohl diese Ereignisse uns stark zugesetzt haben und unsere heutige schnelllebige Zeit nicht mehr den früheren traditionellen Gemeinschaftssinn in sich birgt, der wesentlich für den Fortbestand von Vereinen und Verbänden förderlich wäre, sehen wir „Hubertus-Schützen“ mit frohem und optimistischem Mut in die Zukunft und danken den damaligen Bewohnern der Werler Strasse für ihren Unternehmungsgeist, mit dem sie den Ursprung für unsere heutige Bruderschaft gelegt  haben  - eine Bruderschaft, die ihre feste Akzeptanz und Wurzeln in Menden hat.

Möge unser Herrgott die Schützenbruderschaft St. Hubertus Menden schützen und behüten. Treu unserem Leitspruch für Glaube – Sitte – Heimat

   
© 2012 - by Schützenbruderschaft St. Hubertus Menden Nord 1949 e.V.